Was ist eine Hypnose
Die meisten Menschen kennen nur die Showhypnose. Menschen gehen dabei auf die Bühne und verhalten sich wie fremdgesteuert. Showhypnose lässt sich nicht mit einer Hypnosetherapie vergleichen. Man kann sich eine therapeutische Hypnose viel eher wie eine Meditation vorstellen. Der Unterschied zu einer Meditation ist, dass wir belastende Themen während der Hypnose auflösen. Viele Menschen denken, dass man dabei bewusstlos ist oder schläft. Es sieht nur von außen so aus. Während der Hypnose breitet sich eine tiefe Entspannung aus. Man ist ganz klar im Kopf und sehr konzentriert. Auch verliert man dabei nicht seine Kontrolle während der Sitzung. Alles, was man währenddessen bespricht, steuert man selbst.
Der Vorteil einer Hypnosetherapie ist, dass sie viel effizienter ist als andere Therapiemethoden. Wenn die Augen geschlossen sind und die Aufmerksamkeit auf die innere Welt gelenkt wird, bekommt man erst Zugang zu seinen Emotionen und kann Belastungen klarer wahrnehmen. Wir lösen diese belastenden Emotionen gemeinsam auf, um wieder ein glückliches Leben zu führen.
Unser Erstkontakt
Nach Ihrer Online Terminbuchung erhalten Sie eine E-Mail mit allen Informationen. Dazu gehört eine Entspannungsaudio, die Sie sich ganz bequem Zuhause anhören können. Anschließend werden wir uns bei einem persönlichen Gespräch kennenlernen und Sie werden Ihre erste Hypnosesitzung erhalten.
Ablauf der Hypnosesitzung
Wenn der Therapie nichts im Wege steht, werden Sie behutsam in eine Trance begleitet. Hauptsächlich arbeiten wir mit auflösender Hypnose.
Wir nehmen uns dabei genau so viel Zeit, wie Sie brauchen. Am Ende der Sitzung werden Sie sanft aus der Hypnose zurückgeführt. Es ist nicht nötig, alles sofort einzuordnen – die Wirkung darf ohne weitere Besprechung in Ruhe nachklingen.
Alle Sitzungen können in Deutsch, Türkisch und Englisch wahrgenommen werden.
Was ist Hypnosetherapie
Hypnose arbeitet gezielt an emotionalen Ursachen, die im Unterbewusstsein gespeichert sind. In der Trance rückt das kritische Denken in den Hintergrund, sodass Gefühle direkt erlebt und verarbeitet werden können. So lassen sich eingefahrene Verhaltensmuster erkennen, neue Perspektiven entwickeln und innere Blockaden lösen. Hypnose hilft Ihnen, Ihre Emotionen bewusst wahrzunehmen und zu steuern.
Wie fühlt sich Hypnose an
Hypnose ist ein Zustand tiefer Entspannung und innerer Achtsamkeit. Jeder erlebt sie anders – manche spüren Leichtigkeit oder angenehme Schwere, andere nehmen Gedanken, Gefühle oder innere Bilder klar wahr. Der Körper kommt zur Ruhe, während der Geist offen und konzentriert bleibt.
Sie bleiben während der gesamten Hypnose wach und bewusst. Kleine körperliche Reaktionen wie Gähnen oder Juckreiz können auftreten – sie sind normal und dürfen geschehen. Sie behalten jederzeit die Kontrolle.
Bin ich überhaupt hypnotisierbar
Fast jeder Mensch kann hypnotisiert werden. Nur etwa 10–15 % haben Schwierigkeiten, z. B. durch Skepsis, Ablehnung oder Probleme, den Anweisungen zu folgen.
Auch bestimmte psychische Erkrankungen oder Medikamente (z. B. Antidepressiva, Benzodiazepine) können die Trancefähigkeit erschweren. Ängstliche oder perfektionistische Menschen tun sich oft schwer, sich zu entspannen.
Ein Vorgespräch, in dem alle Fragen und Ängste geklärt werden, erleichtert den Einstieg in die Hypnose.
Wie kann ich mich auf die Hypnosebehandlung vorbereiten
Kommen Sie bitte pünktlich, um Stress vor der Sitzung zu vermeiden, und planen Sie nach der Hypnose nicht zu viel ein, sondern gönnen Sie sich Zeit zum Entspannen. Hören Sie vorher die Entspannungsaudio, die Sie vor dem Termin erhalten, und nutzen Sie die bereitgestellten Videos, den Aufklärungsbogen und Fragebogen.
Wenn Sie koffeinsensibel sind, vermeiden Sie 3–4 Stunden vorher koffeinhaltige Getränke und mind. 48 Stunden vorher nicht verschreibungspflichtige starke Schmerzmittel, Alkohol oder bewusstseinsverändernde Mittel. Falls Sie verschriebene Medikamente einnehmen, teilen Sie uns dies bitte vorab mit.
Bekomme ich alles während der Hypnose mit
Bitte erwarten Sie nicht, dass Sie während der Hypnose bewusstlos oder ohnmächtig werden. Die Trance in der Hypnosetherapie zeigt sich durch ein tiefes Entspannungsgefühl, begleitet von phasenweisem „Abschweifen“ des Bewusstseins.
Diese Trance ist ideal für die Therapie und ermöglicht tiefere und nachhaltigere Veränderungen als stark bewusstseinsgetrübte Zustände. Sie nehmen alles wahr. Es tritt kein Blackout oder vollständiges Vergessen auf.
Wie fühle ich mich nach einer Hypnosesitzung
Nach einer Hypnose können Sie sich müde oder auch leichter und freier fühlen – beides ist normal. Gönnen Sie sich Ruhe und vermeiden Sie Anstrengung. Manche fühlen sich leichter, freier oder vitaler – beides ist normal und zeigt, dass innere Prozesse in Bewegung sind.
Gelegentlich treten Erstverschlimmerungen auf: Sie fühlen sich emotionaler oder nehmen körperliche Empfindungen stärker wahr, welche nach einigen Tagen wieder abklingen. Auch lebhaftere Träume in den Tagen danach sind ein positives Zeichen, dass Ihr Unterbewusstsein aktiv arbeitet.
Kann Hypnosetherapie meine Persönlichkeit verändern
Das Gegenteil ist der Fall. Mit Hilfe einer Hypnosetherapie können Sie die Blockaden abbauen, die Sie verhindern, der Mensch zu sein, der Sie eigentlich sind. Alles, was Sie als Mensch ausmacht, darf einfach da sein, ohne dass Sie Angst haben müssen, dass man Sie dafür bestraft oder verletzt. Wir lösen die emotionale Belastung hinter den Ursachen auf, die Sie davon abhält, frei zu sein.
Welche Faktoren können eine Hypnotherapie erschweren
Hypnose wirkt nur, wenn Bereitschaft, Vertrauen und Selbstreflexion vorhanden sind. Starke Angst, Scham, Perfektionismus oder das Vermeiden unangenehmer Gefühle können den Prozess erschweren, ebenso falsche Erwartungen oder der Wunsch nach sofortiger Veränderung. In manchen Fällen sind andere Therapieformen besser geeignet. Bestimmte Medikamente können die Trancefähigkeit beeinflussen. Wichtig ist Geduld: Tief verankerte Themen brauchen Zeit und zeigen sich oft in mehreren Sitzungen auf unterschiedlichen Ebenen.
Wie viele Hypnosesitzungen werden benötigt und in welchen Abständen
Die Anzahl der Hypnosesitzungen lässt sich nicht genau festlegen, da jeder Mensch individuell ist. Manche Anliegen, wie bestimmte Phobien, können bereits nach einer Sitzung Erleichterung bringen, meist sind jedoch 3–6 Sitzungen sinnvoll. Ideal ist ein Abstand von zwei Wochen, damit das Unterbewusstsein Zeit zur Verarbeitung hat; in dringenden Fällen sind auch wöchentliche Termine möglich.
Welche Menschen dürfen NICHT mit Hypnose behandelt werden
Hypnose ist nicht für alle Menschen geeignet. Dazu gehören Personen, die unter einer Psychose oder Schizophrenie leiden. Nach kardiovaskulären Ereignissen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose oder Embolie sollte eine Hypnose erst nach mindestens sechs Monaten durchgeführt werden. Hypnosen werden außerdem nicht bei Menschen mit einer Intelligenzminderung durchgeführt.
Bei bestimmten Persönlichkeitsstörungen, wie zum Beispiel der Borderline-Persönlichkeitsstörung, ist eine andere Therapieform, etwa die Dialektisch-Behaviorale Therapie, besser geeignet als Hypnose.

